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Vertrag gibt OVG zehn Jahre Planungssicherheit

Der Abschluss eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags zwischen Landkreis und OVG gewährleistet Kontinuität für Busverkehr und Verkehrsbetrieb.

Am 12. März 2018 besiegelten Vize-Landrat Hans-Peter Schmitz und OVG-Geschäftsführer Klaus Dieter Schneider ein bedeutendes Vertragswerk. Mit ihrer Unterschrift schlossen sie zwischen dem Landkreis Sonneberg und der kreiseigenen Omnibus Verkehrs Gesellschaft mbH Sonneberg/Thür. (OVG) einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag zur Erbringung von Personenverkehrsdiensten ab. Sprichwörtlich unter „Dach und Fach“ ist damit in den kommenden zehn Jahren die Vergabe von Leistungen des Linienverkehrs mit Omnibussen im Kreisgebiet auf Basis des jeweils gültigen Nahverkehrsplans. Hierdurch erhalten Landkreis und Verkehrsbetrieb von Oktober 2018 bis Ende September 2028 große Planungssicherheit und können die bewährte Zusammenarbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger fortsetzen.

 

Arbeit für gut 70 Beschäftigte gesichert

„Mit dem Vertrag wird sichergestellt, dass unsere Buslinien bis 2028 vornehmlich durch unsere OVG in gewohnt hoher Qualität bedient werden. Unwägbarkeiten durch den Markteintritt von bislang nicht etablierten Anbietern aus dem In- oder Ausland werden abgewendet. Vor allem sichert die zehnjährige Laufzeit unserer Vereinbarung in dieser Zeit auch die Arbeit für die rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer OVG“, unterstrich Hans-Peter Schmitz und dankte allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit.

 

OVG kann zielgerichtet planen

OVG-Geschäftsführer Klaus Dieter Schneider freute sich ebenfalls über das Erreichte. Er betonte, dass mit der Vereinbarung der hohe Anspruch der OVG in punkto Qualität und einer leistungsfähigen wie umweltfreundlichen Bus-Flotte eine nachhaltige Grundlage erhalten habe. Dies schaffe wiederum Perspektiven für die zielgerichtete Weiterentwicklung der Gesellschaft. Auch er dankte Verwaltung und Kreistag für die hervorragende Zusammenarbeit im gemeinsamen Interesse. Neben dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages um seinen Vorsitzenden Wilhelm Rainer Häusler hob er die Stabsstelle Kreisentwicklung/ÖPNV um Uwe Scheler und das Rechtsamt um Anja Rüger hervor.

 

Zwei Jahre Vorbereitung in Verwaltung und Kreistagsgremien

Der Vertragsschluss setzte den Schlusspunkt unter eine gut zweijährige Vorbereitungszeit, die in das 20-seitige Werk eingeflossen sind. OVG, Kreisverwaltung, externe Berater und die Mitglieder des Kreistages Sonneberg haben für diesen wichtigen Schritt an einem Strang gezogen. Am 28. Februar 2018 beschloss der Kreistag Sonneberg die Vergabe eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags im Sinne der zugrundeliegenden EG-Verordnung. Konkret geschehen soll dies in Form einer Dienstleistungskonzession unter Beachtung der Vorgaben an die In-House-Vergabe. Vor dem Beschluss hatten sich der Ausschuss für Landkreisentwicklung, Wirtschaftsangelegenheiten und Öffentlicher Personennahverkehr sowie der Kreisausschuss eingehend mit der Thematik befasst und einstimmig eine Beschlussempfehlung ausgesprochen. Zudem hatte der Kreistag Sonneberg bereits im Dezember 2016 beschlossen, einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag an die OVG in Form einer Direktvergabe zu vergeben. Die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft erfolgte am 23. Dezember 2016. Damit waren die Voraussetzungen für das weitere Vorgehen erfüllt, das nunmehr seinen Abschluss fand.

 

Zum Hintergrund:

Der Landkreis Sonneberg ist Aufgabenträger für den Straßenpersonennahverkehr und erfüllt damit eine wichtige Daseinsfürsorge im Sinne seiner Bürgerinnen und Bürger. In Erfüllung dieser Pflichtaufgabe werden der Großteil der Busverbindungen des ÖPNV sowie die Schülerbeförderung seit 1991 über die kreiseigene „Omnibus Verkehrs Gesellschaft mbH Sonneberg/Thür.“ (OVG) gewährleistet. Der Landkreis ist hier alleiniger Gesellschafter.

Die Angebote bei den Busverkehren des ÖPNV sind bedarfsgerecht gestaltet; größere Ausdünnungen gab es in den letzten fünf Jahren nicht. Im August 2017 wurde eine Drei-Schicht-Berufsverkehrslinie von Sonneberg nach Neuhaus-Schierschnitz eingeführt. Die Nachfrage ist beachtlich. Sukzessive stabilisiert wurde das Fahrtenangebot im StadtBusVerkehr Sonneberg-Neustadt bei Coburg mit fünf Linien.
Der jeweils vom Kreistag Sonneberg bestätigte „Investitionsplan Straßenpersonennahverkehr“ setzt einen Rahmen für zukünftige Vorhaben in diesem Bereich. So investiert die kommunale Familie zielgerichtet und stetig in die Infrastruktur des öffentlichen Busverkehrs sowie auch die OVG in ihren Fuhrpark. Der Omnibusfuhrpark genügt mit einem Altersdurchschnitt von 5,8 Jahren höchsten Ansprüchen. Es sind fast ausschließlich barrierefreie Niederflurfahrzeuge im Einsatz. Im Jahr 2017 wurde der Zentrale Omnibusbahnhof in Sonneberg unter Federführung der Stadt Sonneberg komplett saniert und barrierefrei mit einem taktilen Leitsystem gestaltet.

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