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Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten

Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des Coronavirus verfügt der Landkreis Sonneberg eine zweiwöchige Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten und aus besonders betroffenen Gebieten in Deutschland.

Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes der Bevölkerung hat der Landkreis Sonneberg heute eine weitere Allgemeinverfügung erlassen. Auf dieser Grundlage gelten bis zum 19. April 2020 folgende wichtige Regelungen:

 

Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Sonneberg, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder in einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland entsprechend der aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut aufgehalten haben, sind für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr aus dem Risikogebiet oder dem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland verpflichtet, sich ausschließlich in ihrer Wohnung bzw. auf ausschließlich von ihnen selbst genutzten Bereichen ihres Wohngrundstückes aufzuhalten.

 

Zum 12. März 2020 sind durch das Robert Koch-Institut folgende Gebiete als Risikogebiete eingestuft: Italien, Iran, in China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), in Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang), in Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne). Die in Deutschland besonders betroffenen Gebiete sind der Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfahlen). Die Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete in Deutschland sind unter hier tagesaktuell abrufbar. Auf diese Festlegung wird dynamisch Bezug genommen.

 

Schülerinnen und Schüler sowie Kindern bis zur Einschulung, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder in einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland entsprechend der aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut aufgehalten haben, ist zudem untersagt, in diesem Zeitraum eine Schule, eine Kindertageseinrichtung oder  Kindertagespflegestelle zu betreten. Als Risikogebiete und in Deutschland besonders betroffene Gebiete gelten die oben genannten Gebiete. Die Personensorgeberechtigten haben für die Erfüllung der oben genannten Verpflichtung zu sorgen.

 

Die Betroffenen sind dazu verpflichtet, sich unverzüglich telefonisch im Landratsamt Sonneberg zu melden und die Umstände des Aufenthalts im Risikogebiet (Datum, Ort, Kontakte) mitzuteilen. Die Meldungen haben unter der Telefonnummer 03675 871- 500 von montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, dienstags von 14:00 bis 16:00 Uhr, donnerstags von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr und samstags und sonntags von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr zu erfolgen.

 

Weisen die oben genannten Personen folgende Symptome auf: Husten, Fieber, Schnupfen, Atemnot, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen, sind sie verpflichtet, unverzüglich telefonisch den Hausarzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 zu kontaktieren.

 

Die Betroffenen sind verpflichtet, den direkten Kontakt mit anderen Personen einzustellen. Der Kontakt mit in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen sowie zur Pflege und Versorgung tätigen Personen ist auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren.

 

Die Personen dürfen keine Mittel des öffentlichen Personenverkehrs benutzen.

 

Sollte während der angeordneten Quarantänezeit eine medizinische Behandlung erforderlich werden, sind die Betroffenen verpflichtet, den Hausarzt, den Rettungsdienst oder das Krankenhaus  zunächst nur telefonisch zu kontaktieren und über die angeordnete Quarantäne und deren Grund zu informieren.

 

Die Allgemeinverfügung gilt ab sofort bis einschließlich zum 19. April 2020.

 

Weitere Informationen

Wer in Quarantäne muss, findet hier weitere Hinweise und hier ein Merkblatt bezüglich der Entschädigungsregelungen.

 

Verhalten und Hygienemaßnahmen für asymptomatische Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet für eine Erkrankung an dem neuartigen Coronavirus (COVID19)

Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen gelten für die Dauer von 14 Tagen nach der Rückkehr.

a) Unterbringung und Kontakte

Stellen Sie nach Möglichkeit eine Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Einzelzimmer sicher.

Begrenzen Sie die Anzahl und Enge Ihrer Kontakte bestmöglich, insbesondere gegenüber Personen, die einer Risikogruppe angehören (Immunsupprimierte, chronische Kranke, ältere Personen). Empfangen Sie keinen unnötigen Besuch.

Haushaltspersonen und eventuelle Besucher sollten sich in anderen Räumen aufhalten oder, falls dies nicht möglich ist, einen Mindestabstand von mindestens ein bis zwei Meter zu Ihnen einhalten. Alternativ: die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen.

Stellen Sie sicher, dass Räume, die von mehreren Personen genutzt werden (z. B. Küche, Bad) regelmäßig gut gelüftet werden.

b) Hygienemaßnahmen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu solchen Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

Händehygiene sollte vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann durchgeführt werden, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Führen Sie die Händehygiene mit Wasser und Seife durch.

Bei Verwendung von Wasser und Seife sind Einweg-Papiertücher zum Trocknen der Hände das Mittel der Wahl. Wenn nicht verfügbar, verwenden Sie Handtücher und tauschen diese aus, wenn sie feucht sind.

Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens mit Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen, gefolgt von Händehygiene.

c) Vorgehen beim Auftreten von Krankheitssymptomen (Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, Atembeschwerden)

Setzen Sie sich sofort mit einem niedergelassenen Arzt bzw. dem ärztlichen KV-Bereitschaftsdienst oder dem Gesundheitsamt telefonisch zur diagnostischen Abklärung und der Besprechung des weiteren Vorgehens in Verbindung.