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Baustart für geförderten Breitbandausbau im Juni

Im Auftrag des Landkreises Sonneberg beginnt im Juni die Thüringer Netkom mit den Bauarbeiten beim geförderten Breitbandausbau im Kreisgebiet. Der vom Bund finanzierte Ausbau beseitigt im Landkreis die „weiße Flecken“ beim schnellen Internet.

Logos Breitbandausbau

Viel Vorbereitung hat es gebraucht – doch nun rückt der Zeitpunkt des physischen Baustarts zur Versorgung mit schnellem Internet in förderfähigen Bereichen des Landkreises Sonneberg in greifbare Nähe. Im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband baut die Thüringer Netkom GmbH für den Landkreis Sonneberg ab Juni das Glasfasernetz im Bereich der sogenannten „weißen Flecken“ aus – nämlich überall dort, wo ein wirtschaftlicher Ausbau für die Versorgungsunternehmen nicht darstellbar ist und wo die gegenwärtige Internetanbindung weniger als 30 MBit/s beträgt.

Der Baubeginn erfolgt im Juni 2022 im Stadtgebiet von Neuhaus am Rennweg als erstem Ausbaucluster; konkret im Gewerbegebiet „Am Bornhügel“. In der Rennsteigstadt werden in einem ersten Bauabschnitt gut neun Kilometer Glasfaserkabel und 119 Hausanschlüsse gelegt. Damit erhalten sowohl Wohnhäuser als auch Gewerbegebäude und die drei Schulen am Neuhäuser Apelsberg Zugang zu modernster und leistungsfähiger Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis und damit sicheren Zugang zur digitalen Zukunft.

Alle neuen Anschlüsse werden dabei als Glasfaserverbindungen von der Thüringer Netkom direkt in die Gebäude gelegt. Die Bauausführung erfolgt durch die Circet Networkservice GmbH aus Römhild und deren Nachunternehmern. Mit Ausblick auf den Projektfortgang stehen die auszubauenden Adressen der umliegenden Stadtteile Siegmundsburg, Limbach, Scheibe-Alsbach, Neumannsgrund, Steinheid sowie der Gemeinde Goldisthal auf dem Programm.

Weitere Orte im Landkreis Sonneberg folgen in absehbarer Zukunft entsprechend des in Ausbaucluster unterteilten Plans. Der konkrete weitere Projektablauf ist in erster Linie davon abhängig, inwieweit je Ausbaucluster die komplexen Genehmigungsverfahren umgesetzt werden können.

Wichtig: Förderfähig sind immer nur solche Objekte, die gegenwärtig über weniger als 30 MBit/s verfügen und daher unterversorgt sind. Das dazugehörige Förderprogramm erlaubt es dem Landkreis Sonneberg und damit der Thüringer Netkom sowie den nachbeauftragten Bauunternehmen nicht, weitere Objekte an das Glasfasernetz anzuschließen.

Für Rückfragen stehen Ihnen im Landratsamt Sonneberg die Mitarbeiter der Kreisentwicklung unter Telefon 03675/871 256 zur Verfügung.

Zum Hintergrund

Der Landkreis Sonneberg kümmert sich federführend um den staatlich geförderten Breitbandausbau im Kreisgebiet. Dies betrifft die so genannten „weißen Flecken“, in denen ein wirtschaftlicher Ausbau durch die Versorgungsunternehmen nicht gegeben ist und wo die Internetversorgung weniger als 30 MBit/s beträgt. In enger Abstimmung mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden koordiniert hier das Landratsamt das Verfahren für die gesamte kommunale Familie im Kreisgebiet mit Ausnahme der Gemeinde Föritztal, die beim Breitbandausbau eigenständig agiert. Den Zuschlag für diesen Bereich des Breitbandausbaus hatte die kommunale Thüringer Netkom GmbH aus Weimar nach einem langwierigen Ausschreibungsverfahren erhalten.

Durch den avisierten Ausbau in den so genannten „weißen Flecken“ erhalten rund 1.300 Haushalte sowie auch Gewerbestandorte und Schulen im Kreisgebiet Breitbandanschlüsse. Im Zuge des langwierigen Förderverfahrens konnte der Landkreis Sonneberg die Ausbautechnologie für den überwiegenden Teil der Empfänger noch auf Glasfaser bis ans Gebäude upgraden. Im Ergebnis werden im Kreisgebiet über 500 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt.

Insgesamt werden im Kreisgebiet innerhalb des Vorhabens über 19 Millionen Euro investiert, um über staatliche Förderung überall dort schnelle Internetzugänge zu gewährleisten, wo der Netzausbau für privatwirtschaftliche Betreiber nicht darstellbar ist. 60 Prozent der Gesamtinvestition werden vom Bund gefördert, fast 40 Prozent kommen vom Land Thüringen und ein geringfügiger Betrag aus den Eigenmitteln der Kommunen.

Mehr unter www.kreis-sonneberg.de/breitbandausbau