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Ausstellung rundet Aktionswoche der Frühen Hilfen ab

Mit einer Ausstellungseröffnung im Landratsamt setzte das örtliche Kinderschutz-Netzwerk den Schlusspunkt zur Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien. Die Schau ist bis 15. März im Behördenhaus zu sehen.

Am 19. Februar 2019 wurde im Landratsamt Sonneberg eine Ausstellung des Netzwerkes „Frühe Hilfen,  Familienhebammen und Kinderschutz“ eröffnet. Anlass war die diesjährige Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien, an der sich auch das hiesige Netzwerk aktiv beteiligt hatte. Wie wichtig das Thema ist, unterstreicht der Fakt, dass jedes sechste Kind in Deutschland in Familien mit Suchterfahrungen groß wird. Die gesamtgesellschaftliche Herausforderung besteht darin, dass aus diesen Kindern nicht die Süchtigen von morgen werden.

 

„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ – so lautete das Leitmotiv der bundesweiten Aktionswoche, die jedes Jahr im Februar stattfindet. Vom 10. bis 19. Februar setzte die örtliche Allianz unter Federführung von Carolin Engelbrecht vom Kreisjugendamt hierzu wichtige gesellschaftliche Impulse. Unterstützt wurde die Initiative vor allem durch die Suchtberatungsstelle Sonneberg, den Kinder- und Jugendschutzdienst „Tauzeit“, die Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie den Freundeskreis für Suchtkranke und Angehörige Sonneberg. Gemeinsam boten sie ein vielfältiges Programm und erreichten viele Menschen.

 

Den Auftakt der Aktionswoche bildete die Filmvorführung „Zoey“ in der „Wolke 14“, die am 7. Februar vormittags für Schulklassen und am Abend für alle Interessierten offenstand. Auch beteiligten sich die Stadtbibliothek Sonneberg und die Sonneberger Buchhandlung mit einer kleinen Literaturausstellung. Kreativ bzw. kunsttherapeutisch setzten sich zudem die Sozialprojekte „Tizian“ und „Restart“ sowie die Kinderakademie mit dem Thema „Kinder aus Suchtfamilien“ auseinander. Mit der Theaterveranstaltung „Machtlos“ in der Köppelsdorfer Kinderwelt folgte am 18. Februar ein weiterer Meilenstein der Aktionswoche. Die Ausstellungseröffnung wiederum setzte einen öffentlichkeitswirksamen Schlusspunkt.

 

Der Dank von Landrat Hans-Peter Schmitz galt allen Mitwirkenden der zu Ende gegangenen Aktionswoche aus dem Kinder-, Jugend- und Gesundheitssystem im Landkreis Sonneberg. „Es freut mich, dass unser Netzwerk im Zeichen des präventiven Kinderschutzes derart lebendig ist und mit vielen engagierten Mitgliedern solidarisch in die Gesellschaft hineinwirkt. Netzwerke müssen sichtbar und erreichbar sein, um dort zu wirken, wo sie gebraucht werden und um zu wachsen. Genau hieran wurde in der Aktionswoche intensiv gearbeitet.“

 

Die Ausstellung ist bis zum 15. März 2019 im Foyer des vierten Obergeschosses während der behördlichen Öffnungszeiten für alle Interessierten zu besichtigen. Bodo Schmidt vom Freundeskreis für Suchtkranke und Angehörige Sonneberg regte zudem an, die Schau als Wanderausstellung in die Rathäuser zu entsenden. Landrat Hans-Peter Schmitz befürwortete diese Idee und beauftragte das zuständige Jugendamt, die notwendigen Gespräche mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zu führen.

 

Das „Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen“ will Entwicklungsmöglichkeiten von Eltern und Kindern in den ersten Lebensjahren frühzeitig und nachhaltig verbessern und trägt zum gesunden Aufwachsen bei.

 

Kontakt und Information:

 

Landratsamt Sonneberg

Netzwerkkoordination

„Frühe Hilfen und Familienhebammen“

Frau Carolin Engelbrecht

Telefon: 03675/871-269

http://fruehe-hilfen.kreis-son.de