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Breitbandausbau im Landkreis Sonneberg

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Februar 2021: Anlauf Bau-vorbereitender Maßnahmen

Ausbau des Glasfasernetzes in Ihrem Stadt-/Ortsteil: Anschluss Ihres Grundstückes an das Glasfasernetz

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

 

lange und viel Vorbereitung hat es gebraucht. Nun steht die Versorgung mit schnellem Internet mittels zukunftsfähiger Glasfaserverlegung für die förderfähigen Grundstücke (derzeit weniger als 30 MBit/s) in Ihrem Wohnort und damit auch für Ihr Grundstück kurz bevor.

 

Zur Erläuterung: Ihre Kommune hat gemeinsam mit dem Landkreis Sonneberg zunächst das notwendige Fördermittelverfahren und darauf folgend eine entsprechende Ausschreibung für den Ausbau der bislang mit Internet UNTERVERSORGTEN Adressen durchgeführt. Ziel ist dabei, Grundstücke/Adressen mit einer Internetversorgung von weniger als 30 MBit/s nicht nur aktuellen Bedarfen anzupassen, sondern geschätzt für die kommenden zwei Jahrzehnte fit für die digitalen Bedürfnisse der Menschen zu machen. Mit dem geförderten Glasfaserausbau investieren der Bund, der Freistaat Thüringen, der Landkreis Sonneberg und Ihre Kommune in die Lebensqualität und letztlich auch in den Werterhalt Ihres Zuhauses.

 

Mit der Umsetzung des Projektes wurde die Thüringer Netkom GmbH - die „Breitband“-Tochter der Thüringer Energie AG (TEAG) - beauftragt. Diese kooperiert für die Ausbauaktivitäten vor und auf Ihrem Grundstück mit weiteren Partnern.

 

Im Rahmen der Erfassung der Gegebenheiten für Ihre konkrete Anschlussadresse werden in Kürze Mitarbeiter der Thüringer Netkom GmbH und der beauftragten Baufirmen auf Sie zukommen, sich vorstellen und Ihnen alle Details erläutern. Hierzu gehört unter anderem Ihr Einverständnis zur Umsetzung der Bauarbeiten auf Ihrem Grundstück, um das Glasfaserkabel zu 100 Prozent GEFÖRDERT und damit OHNE KOSTEN für Sie bis in Ihr Haus verlegen zu dürfen. Dies ist eine Gelegenheit, die so gegebenenfalls nicht wiederkommt.

 

Nach Vorliegen der Grundstückseigentümererklärungen (GEE) kann die Detailplanung für Ihren Ortsteil starten. Die Bauarbeiten für das Gesamtprojekt im Landkreis Sonneberg sind von April 2021 bis Ende 2023 geplant. Wann konkret es bei Ihnen vor Ort losgeht, teilen Ihnen die Mitarbeiter der beauftragten Baufirma rechtzeitig mit.

 

Für Informationen und Rückfragen rund um den geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Sonneberg steht allen beteiligten Grundstückseigentümern eine Hotline unter folgenden Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:         

 

Telefon: 0361 / 652 57 07 (Montag-Freitag 9-20 Uhr)

E-Mail: glasfaser@netkom-vertrieb.de

 

Bei Bedarf können Sie sich auch an das Landratsamt Sonneberg – Sachbereich Kreisentwicklung, Frau Gertloff – wenden (Telefon: 03675 / 871 256, E-Mail: kreisentwicklung@lkson.de).

 

Wir haben außerdem mit Ihrer Kommune vereinbart, dass Ihnen auch die vertrauten Ortsteilsprecher als Ansprechpartner bei Problemen zur Verfügung stehen.

 

Wir danken Ihnen vorab für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung bei diesem zentralen Investitionsvorhaben für die Zukunftsfähigkeit unserer Region!

 

Wichtig: Förderfähig sind immer nur solche Objekte, die gegenwärtig über weniger als 30 MBit/s verfügen und daher unterversorgt sind.

 

Hintergrund Thüringer Netkom:

Die Thüringer Netkom GmbH ist der Telekommunikationsdienstleister der TEAG Thüringer Energie AG. Das Weimarer Unternehmen verfügt über ein hochmodernes Glasfasernetz von über 6.100 Kilometer Länge mit mehr als 200.000 Faserkilometern. Damit betreibt die Thüringer Netkom GmbH nach der Deutschen Telekom das zweitgrößte Festnetz in Thüringen.

 

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September 2020: Vertragsunterzeichnung

 

Landkreis Sonneberg wird glasfaserschnell

 

Vertragsunterzeichnung-BreitbandMit der Unterzeichnung des Zuwendungsvertrages im Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg haben der Landkreis Sonneberg und die Thüringer Netkom GmbH am 9. September 2020 den umfassenden Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur im Kreis besiegelt. Den Zuschlag für den Bau des Glasfasernetzes hatte die kommunale Thüringer Netkom GmbH aus Weimar nach einem langwierigen Ausschreibungsverfahren erhalten.

Insgesamt werden zeitnah im Kreisgebiet – mit Ausnahme der eigenständig agierenden Gemeinde Föritztal – 19.219.026 Euro investiert, um über staatliche Förderung überall dort schnelle Internetzugänge zu gewährleisten, wo der Netzausbau für privatwirtschaftliche Betreiber nicht darstellbar ist. So erhalten bis 2023 rund 1.700 Haushalte, 278 Unternehmen und Betriebe und 25 Schulen nach und nach Zugang zu leistungsfähiger Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis. Hierfür werden unter anderem fast 800 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt.

Alle neuen Anschlüsse werden dabei von der Thüringer Netkom als Glasfaserverbindungen direkt in die Gebäude gelegt. Alte Kupfer/DSL-Technik kommt im Zuge dieses Erschließungsprojektes nicht mehr zum Einsatz. Damit sind für alle Kunden – auch in den privaten Haushalten – Bandbreiten bis 1 Gigabit je Sekunde sicher verfügbar.

60 Prozent der Gesamtinvestition werden vom Bund gefördert, fast 40 Prozent kommen vom Land Thüringen und ein geringfügiger Betrag aus den Eigenmitteln der Kommunen. Mit Beschluss des Kreistages Sonneberg kann die Thüringer Netkom nun auch die letzten „weißen Flecken“ bei der Versorgung mit schnellem Internet erschließen – konkret in den Gebietskörperschaften Frankenblick, Goldisthal, Lauscha, Neuhaus am Rennweg, Schalkau, Sonneberg und Steinach. Die Gemeinde Föritztal ist außen vor, da sie den Breitbandausbau in ihrer Gemarkung eigenständig managt.

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Juli 2020: Übergabe des Fördermittelbescheids

 

Landkreis Sonneberg erhält über 19 Millionen Euro für den Breitbandausbau

 

Foederbescheid-Breitband

Mit rund 7,6 Millionen Euro fördert der Freistaat Thüringen den Breitbandausbau im Landkreis Sonneberg. Mit der Landesförderung werden Bundesmittel in Höhe von rund 11,6 Millionen Euro ergänzend finanziert, die der Landkreis bereits im Juni aus dem Bundesprogramm „Breitbandausbau“ eingeworben hatte. Damit erhält der Kreis insgesamt über 19 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Hinzu kommt ein kommunaler Eigenanteil der beteiligten kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Höhe von 82.000 Euro, der über den Landkreis eingebracht wird.

 

Mit den Mitteln investiert der Landkreis Sonneberg in schnelle Glasfaserzugänge im gesamten Kreisgebiet mit Ausnahme der Gemeinde Föritztal, die beim Breitbandausbau eigenständig agiert. Der geförderte Breitbandausbau erfolgt nun überall dort, wo er für die ursächlich zuständigen Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht darstellbar wäre. Durch den avisierten Ausbau in den so genannten „weißen Flecken“ erhalten über 1.659 Haushalte, 278 Gewerbestandorte und 25 Schulen Breitbandanschlüsse mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Für den überwiegenden Teil dieser Empfänger wird jedoch eine deutlich höhere Versorgung sichergestellt. Möglich wird dies, weil der Landkreis Sonneberg im Zuge des langwierigen Förderverfahrens die Ausbautechnologie noch auf Glasfaser bis ans Gebäude upgraden konnte. Im Ergebnis werden im Kreisgebiet rund 771 Glasfaserkilometer neu errichtet.

 

Der Ausbau soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Vor Beginn der Arbeiten vor Ort muss der Kreistag Sonneberg diese Millioneninvestition final beschließen. Dann kann die Kreisverwaltung einen Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen abschließen, welches den geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Sonneberg umsetzen kann.

 

Übergeben wurden die beiden Fördermittelbescheide am 22. Juli 2020 im Landratsamt von Thüringens Wirtschafts-Staatssekretär Carsten Feller. Er erklärte hierbei: „Durch die Realisierung zahlreicher von Bund und Land getragener Fördervorhaben erfährt der Breitbandausbau in Thüringen derzeit einen enormen Schub. Unser Ziel ist die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.“

 

Landrat Hans-Peter Schmitz ergänzte: „Ich bin dem Bund wie auch dem Land sehr dankbar, dass sie den Breitbandausbau in unserem ländlichen, aber wirtschaftlich starken Heimatlandkreis großzügig fördern. Dies ist auch dringend nötig, denn der Zugang zum schnellem Internet ist ein starkes Grundbedürfnis der Bevölkerung sowie auch von Unternehmen und Einrichtungen aus Bildungs- und Sozialwesen. Nun hoffe ich auf eine zügige Umsetzung der Mittel, damit wir das beim Landkreis gebündelt koordinierte Verfahren erfolgreich abschließen können.“