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Zehn Jahre RAG LEADER Hildburghausen-Sonneberg

Die RAG LEADER Hildburghausen-Sonneberg e.V. feierte am 13. Juli 2017 ihr zehnjähriges Vereinsjubiläum. Zur außerordentlichen Mitgliederversammlung lud der Vorstand die Mitglieder, Projektträger und Gäste in das Hen-nebergische Museum Kloster Veßra ein.

Das Museum ist seit vielen Jahren ein Ort, in dem die Geschichte der ländlichen Entwicklung der Region aufschlussreich dargestellt wird. Im Museum können Siedlungsgeschichte oder regionsspezifische Baukultur hautnah erfahren sowie Entwicklung und Modernisierung zum Beispiel in der Landwirtschaft nachverfolgt werden. Da die RAG LEADER Hildburghausen-Sonneberg die Entwicklung der Region beider Landkreise zum Ziel hat, war das Museum Kloster Veßra der richtige Ort, um zum 10-jährigen Jubiläum des Vereins einzuladen.

 

Im Rückblick auf zehn Jahre LEADER in der Region Hildburghausen-Sonneberg konnte der RAG Vorsitzende Albert Seifert nicht auf jedes umgesetzte Vorhaben aus jedem Jahr eingehen. Jedoch nannte er einzelne Projekte, um damit die inhaltliche Breite der unterschiedlichen Vorhaben zu verdeutlichen und aufzuzeigen, was mit LEADER möglich ist, ganz egal wie groß oder klein das jeweilige Vorhaben war:

 

  • Goldisthal – Umnutzung der ehem. Gaststätte zum Haus der Natur
  • Schalkau – Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses im Ortsteil Roth
  • Neuhaus-Schierschnitz – Sanierung der ortsbildprägenden Burg
  • Pfersdorf – Abriss des alten Kulturhauses
  • Kreativer Landurlaub in Thüringen – Tourismusprojekt in Kooperation mit den Landwirtschaftsämtern, der Landesarbeitsgemeinschaft Ferien auf dem Lande in Thüringen sowie mit 5 weiteren Thüringer LEADER-Regionen
  • Dörfer in Aktion – Wettbewerb für bürgerschaftliche Aktivitäten in den drei Südthüringer LEADER-Regionen
  • Hutelandschaft Rodachaue – im Zusammenarbeit mit der Agrar GmbH am Straufhain, der Gemeinde Straufhain, der Unteren Naturschutzbehörde und der TLUG, Für dieses Vorhaben hat die RAG zusammen mit den genannten Partnern den Thüringer Naturschutzpreis 2012 erhalten.
  • Waffenrod – Erdhäuser sowie der Bau einer Kulturscheune im Feriendorf Auenland
  • Bockstadt – Quartier bei Baron Münchhausen auf dem Campingplatz
  • Erlebniszentrum Landwirtschaft in Schackendorf
  • Initiative Rodachtal – „Fahrrad und Fitness im Rodachtal“
  • Kloster Veßra – neues Ausstellungsgelände „ErlebnisLandwirtschaft“ für die historische Landwirtschaftliche Großtechnik mit Ausstellungshalle, Feldscheue und Spielscheune
  • Eisfeld – Grenzturm Eisfeld-Rottenbach
  • St. Kilian – Entwicklung des Plateaus auf dem Adlersberg
  • Limbach – Sanierung der Greiner Gruft
  • Eisfeld – Aufnahme des Ausbildungszentrums für Metallberufe in die Regionale Entwicklungsstrategie. Erst damit konnten eine höhere Förderquote und somit der Bau des Ausbildungszentrums erreicht werden.
  • Naturtheater Steinbach Langenbach – Umsetzung des Sicherheitskonzeptes mit Beleuchtung und Stellplatz für Rettungsfahrzeuge
  • Grüne Berufe in Südthüringen – Marketingprojekt mit Imagevideos, Internetseite und Messestand für den Berufsnachwuchs
  • Bedheim – Multifunktionsgebäude mit Dorfladen und Café
  • Schleusingen – Medienzentrum Henneberger Land à Plattform www.landfunk9.de mit filmischen Berichterstattungen aus der Region oder die Erarbeitung der filmischen Dokumentation „Der Hexenhügel“
  • Frankenblick – Radhauptweg „Südlicher Thüringer Wald“ zwischen Sonneberg und Eisfeld
  • Reurieth – Sanierung der integrativen Kindertagesstätte
  • Judenbach – Entwicklung des Multifunktionalen Zentrums
  • Heubach – Dachsanierung am Schullandheim
  • Neumannsgrund – Erhalt der Mühle mit Präsentation des Rauchwarenzurichterhandwerks
  • Effelder – Tanzboden auf Tanzlinde sowie Gestaltung des Schlossplatzes

 

Aber auch konzeptionell beschäftigte sich RAG:

  • Regionale Entwicklungsstrategie 2007 – 2013
  • ILEK „Kompensationsflächenpool westlicher Landkreis Sonneberg“
  • ILEK „Bleßberghöhle“
  • Kulturentwicklungskonzept mit Erarbeitung und derzeitiger Umsetzung in beiden Landkreisen
  • Modellvorhaben des Bundes zur „Langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität in Ländlichen Räumen“ in beiden Landkreisen
  • Regionale Entwicklungsstrategie 2014 – 2020

 

In der Förderperiode 2007 bis 2013 waren es in Summe 221 Projekte, die durch die RAG bewertet und deren Förderwürdigkeit beschieden wurden. Die Förderprogramme umfassten unter anderem den ländlichen Wegebau, Einzelmaßnahmen der Dorferneuerung, Revitalisierung von Brachflächen, innovative LEADER-Vorhaben, Agrartourismus oder Entwicklung von Natur und Landschaft. Dabei wurden rund 8,2 Mio. Euro Fördermittel mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 18,3 Mio. Euro. in beiden Landkreisen investiert.

 

In der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 konnten bislang rund 530.000 Euro Fördermittel mit einer ungefähren Gesamtinvestitionssumme von 900.000 Euro umgesetzt werden. Ganz aktuelle Vorhaben wie zum Beispiel die Ertüchtigung des Wanderheims und des Aussichtsturms auf dem Bleßberg, die Entwicklung eines Mehrgenerationen-Aktivparks in Hinternah, die Erhaltung und Umnutzung eines Waldbauernhauses in Hasenthal oder die Gestaltung des Dorfhüttenplatzes in Ernstthal sind in der Entstehung.

 

Im Bereich Kooperation arbeitet die RAG derzeit mit der LEADER-Region Coburger Land zum Thema Wohnmobilstellplätze zusammen. Mit der LEADER Region Saalfeld-Rudolstadt widmen sich die RAG der Qualitätsverbesserung der touristischen Wegeinfrastruktur in der Region Rennsteig – Oberes Schwarzatal.

 

Weitere Tagesordnungspunkte der außerordentlichen Mitgliederversammlung waren die Wahl des RAG-Vorstandes. Dabei wurde der bestehende Vorstand wiedergewählt. Christine Zitzmann, Landrätin des Landkreises Sonneberg, dankte dem RAG-Vorsitzenden Albert Seifert für seine Engagement und seine Weitsicht zur Umsetzung des LEADER-Programms in beiden Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg. Viele Vorhaben wurden mit LEADER unterstützt, vieles ist aber noch zu tun. Auch der Amtsleiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung Knut Rommel bedankte sich bei der RAG für die gute Zusammenarbeit sowie die vielen umgesetzten Vorhaben, die alle den Bedürfnissen der Region zu Gute gekommen sind.

 

Nach der Wahl hielt Thomas Perlick aus Römhild die Festrede. Mit unnachahmlich humoristischer Art überzeichnete Herr Perlick den bürokratischen Aufwand, der bei der Beantragung und Umsetzung von LEADER-Förderprojekten leider notwendig ist. Viel herzliches Lachen des Anwesenden bestätigte die Erfahrungen mit der Bürokratie.

 

Frau Dr. Uta Bretschneider, die neue Direktorin des Museums stellte anschließend auf dem Freigelände die Kinder-Medien-Laube vor – ein Startprojekt der aktuellen Förderperiode. Nach dem historischen Vorbild einer alten Gartenlaube aus der Nähe von Siegritz entstand im Museum Kloster Veßra ein Nachbau, in dem eine zeitgemäße Kinder-Medien-Station eingerichtet wurde. Darin können sich die jungen Gäste per Film, Hörspiel oder Touchscreen verschiedenes Wissen über das Leben auf dem Land und den Themen des Museums aneignen.

 

Am neuen Ausstellungsgelände der landwirtschaftlichen Großtechnik, einem der Schwerpunkt-Projekte aus der vergangenen Förderperiode, wurde noch ein weiterer Gedanke von LEADER deutlich. Unter dem Titel „ErlebnisLandwirtschaft“ konnte mit Unterstützung durch die RAG und vieler weiterer Partner im Jahr 2013 eine neue Ausstellungshalle, eine Feldscheue und eine Spielscheune eröffnet werden. Denn es sind nicht alleine Fördergelder aus dem LEADER-Programm, die besondere Vorhaben finanziell unterstützen. Die RAG-LEADER konnte hier als Netzwerk und Moderator viele Partner zusammen bringen und für ein gemeinsamens Vorhaben begeistern.

 

Außerdem war während der Mitgliederversammlung die filmische Geschichtsdokumentation „Der Hexenhügel“ zu sehen. Der Film wurde durch das Medienzentrum Henneberger Land unter Mithilfe von Jugendlichen im Jahr 2015 und 2016 erarbeitet. Dies war auch eines der Startprojekte für die aktuelle Förderperiode. Der Film behandelt den so genannten Hexenhügel zwischen Gleicherwiesen und Haubinda. Inzwischen bestätigen auch Archäologen: Hier liegt wahrscheinlich einer der größten ungeöffneten Grabhügel Europas.

 

Philipp Rothe
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