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Kreis vernetzt sich mit bayerischen Kommunen zum Thema Bildungsmanagement

Der Landkreis Sonneberg hat sich mit Unterstützung des Förderprogramms „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) dem datenbasierten Bildungsmanagement verschrieben. Dazu werden Synergien im Landratsamt und der Volkshochschule genutzt. Bei der Umsetzung des Förderprogramms unterstützt die Transferagentur für Kommunales Bildungsmanagement Bayern, deren Regionalbüro Nord bei der Europäischen Metropolregion Nürnberg angesiedelt ist. Landrätin Zitzmann unterschrieb am 29. September 2016 eine Zielvereinbarung, die erste Schwerpunkte für die künftige Arbeit festlegt.

Seit Frühjahr 2016 ist der Landkreis Sonneberg dank der Unterstützung der Europäischen Metropolregion Nürnberg Teil des Bundesprojekts `Bildung integriert`. In Bildungsfragen wird der Landkreis seitdem durch die Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement unterstützt. Damit fließen in den kommenden drei Jahren rund 320.000 Euro in den Landkreis Sonneberg. Das auf drei Jahre angelegte Bundesprogramm hat ein Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro und wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Deutschlandweit unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit diesem Programm 92 Kommunen – darunter den Landkreis Sonneberg als Mitglied der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Das Regionalbüro Nord der Transferagentur Bayern berät den Landkreis Sonneberg bei der optimierten strategischen Steuerung der lokalen Bildungslandschaft. Wichtige Teilgebiete der Unterstützungsleistung sind dabei das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring.

 

Der Landkreis Sonneberg ist Träger aller Schulen im Kreisgebiet. Ein eigenes Bildungsmanagement und der wertvolle Wissenstransfer sollen helfen, Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken, das lebenslange Lernen und den Übergang in die Arbeitswelt zu fördern, Bildungsgerechtigkeit zu erreichen und dem Bedarf an Fachkräften besser gerecht zu werden. Die Teilnahme am Projekt erfolgt nicht zuletzt im Einklang mit der Beschlussfassung des Kreistages Sonneberg zur Fortschreibung der Schulnetzplanung vom 26. Januar 2016, wo ein Monitoring der Einzelmaßnahmen beschlossen wurde.

 

Grundlage für die weitere Arbeit innerhalb des Programms ist eine Zielvereinbarung, die am 29. September von Landrätin Christine Zitzmann und Florian Neumann als Leiter der Transferagentur Bayern (Regionalbüro Nord) unterzeichnet wurde. Zu Gast war zudem die Geschäftsführerin der Europäischen Metropolregion Nürnberg, Dr. Christa Standecker. Vier Mitarbeitende aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen arbeiten in den nächsten drei Jahren daran, Bildungsakteure und ihre Angebote im Landkreis zu vernetzen. Hierzu soll intensiv mit Bildungsdaten gearbeitet werden, um gültige Aussagen zum Stand der Bildung im Landkreis Sonneberg machen zu können.

Um die Umsetzung eines Kommunalen Bildungsmanagements im Landkreis Sonneberg vorzubereiten, kooperiert der Landkreis mit der Transferagentur Bayern und nutzt die dort angebotenen Vernetzungsangebote zum Austausch und für Absprachen mit nordbayerischen Kommunen. Denn neben einem datenbasierten Bildungsmanagement plant der Landkreis Sonneberg auch die Förderung von Unterrichtsfächern und Berufen aus dem „MINT“-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Hierzu wird ein sogenanntes FabLab eingerichtet: FabLabs sind offene Werkstätten, in denen Privatpersonen, Schulklassen und Jugendgruppen mit modernen Produktionsmitteln und -verfahren arbeiten können. Die Fertigung von Einzelstücken an 3D-Druckern, Laser-Cuttern oder Fräsen baut Berührungsängste ab und motiviert für MINT-Themen. Hinweise und Tipps zur Umsetzung erhielt der Landkreis durch einen Workshop der Transferagentur Bayern Nord. Mit der Unterzeichnung der Zielvereinbarung, in der solche und andere Unterstützungsleistungen der Transferagentur festgehalten sind, ist diese Zusammenarbeit jetzt auch formal besiegelt worden.

 

Landrätin Christine Zitzmann: „Durch ,Bildung integriert‘ mildern wir maßgeblich administrativ bedingte Barrieren in unserem länderübergreifenden, oberfränkischen Wirtschaftsraum ab. Gleichzeitig nehmen wir eine Vorreiterrolle in Südthüringen ein, weil wir die Bedarfe unserer heimischen Wirtschaft zur Grundlage einer ganzheitlichen Bildungsstrategie machen. Nicht zuletzt erfüllen der Landkreis und die Kreisstadt Sonneberg auch auf diesem Weg ihre im Thüringer Landesentwicklungsplan verankerte zentrale Funktion als Brückenbauer zum Freistaat Bayern.“

 

An Aufgaben für die Bildungsplanung mangelt es nicht. „Aktuell stellt zum Beispiel die Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte eine große Herausforderung für die Bildungsplanung von Landkreisen und Städten in der Metropolregion dar“, erklärt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg. Im Landkreis Sonneberg nehmen sich die Mitarbeitenden von „Bildung integriert“ dieses Themas als einen ersten Schwerpunkt an. Außerdem soll die Erarbeitung verlässlicher Bildungsdaten für den Landkreis künftige Planungen z.B. zum Thema Schulstandorte unterschützen.

 

Florian Neumann, Leiter des Regionalbüros Nord der Transferagentur Bayern freut sich über die Zusammenarbeit: „Der Landkreis Sonneberg bringt sich jetzt schon aktiv in das Netzwerk der Kommunen ein. Wir unterstützen gerne bei den ersten Schritten zu einer datenbasierten Bildungsberichterstattung und dem Aufbau von Steuerungsgremien mittels Wissenstransfer und Vernetzung zum Beispiel zum Thema Bildungsangebote für Neuzugewanderte.“

 

Über die Metropolregion Nürnberg

Die Metropolregion Nürnberg, das sind 23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte – vom thüringischen Landkreis Sonneberg im Norden bis zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Süden, vom Landkreis Kitzingen im Westen bis zum Landkreis Tirschenreuth im Osten. 3,5 Millionen Einwohner erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 118 Milliarden Euro jährlich – die Metropolregion Nürnberg liegt damit 20 Prozent über der Wirtschaftskraft von Ungarn. Eine große Stärke der Metropolregion Nürnberg ist ihre polyzentrale Struktur: Rund um die dicht besiedelte Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach spannt sich ein enges Netz weiterer Zentren und starker Landkreise. Die Region bietet deshalb alle Möglichkeiten einer Metropole – jedoch ohne die negativen Effekte einer Megacity. Bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Verkehrsinfrastruktur und eine niedrige Kriminalitätsrate machen die Metropolregion Nürnberg für Fachkräfte und deren Familien äußerst attraktiv.

 

Über die Transferagentur Bayern Nord

Die Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement, Regionalbüro Nord der Europäischen Metropolregion, unterstützt über 30 nordbayerische Kommunen dabei, die Bildungslandschaft vor Ort zu optimieren und stärkt die kommunalen Netzwerke im Bereich Bildung. 18 Kommunen aus der Metropolregion haben bereits Zielvereinbarungen abgeschlossen, in denen die bildungspolitischen Ziele der Kommune formuliert sind und die entsprechenden Unterstützungsleistungen der Transferagentur vereinbart werden.

 

Ansprechpartner

Europäische Metropolregion Nürnberg

Dr. Christa Standecker

Telefon 0911/231-10510

geschaeftsstelle@metropolregion.nuernberg.de

www.metropolregion.nuernberg.de

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Transferagentur Bayern

Geschäftsstelle Regionalbüro Nord

Florian Neumann

Telefon 0911/231-10516

florian.neumann@metropolregion.nuernberg.de

www.transferagentur-bayern.de
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