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Information des Umweltamtes zur Problempflanze Riesenbärenklau

Derzeit gehen im Umweltamt wieder zahlreiche Meldungen zum Riesenbärenklau ein. Auch im Landkreis Sonneberg laufen seit 2012 Maßnahmen zur Bekämpfung der Problempflanze.

Auch im Jahr 2017 wurden im Landkreis Sonneberg Maßnahmen zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus durchgeführt. Die großen weißen Blütenstände der bis zu vier Meter hohen Pflanze sind im Sommer weithin sichtbar. In dieser Zeit gingen beim Umweltamt wieder zahlreiche Meldungen zum Riesenbärenklau aus der Bevölkerung ein. Die ursprünglich nur im Gebiet des Kaukasus vorkommende Pflanze wurde vor allem als Zierpflanze nach Europa eingeführt und verbreitete sich hier durch Verwilderung, aber auch durch direkte Ausbringung durch Imker und Jäger. Vielen dürfte bereits bekannt sein, dass die Pflanze hinsichtlich ihrer negativen Wirkung sowohl auf die heimische Natur als auch auf die Gesundheit des Menschen problematisch ist. Denn zum einen bildet der Riesenbärenklau bei ungehemmter Entwicklung Dominanzbestände, die dort heimische Pflanzen verdrängen. Zum anderen können aufgrund der fototoxischen Eigenschaften bei Hautkontakt verbrennungsartige Schädigungen der Haut eintreten.

 

Vielerorts wird daher versucht, die weitere Ausbreitung zu verhindern und vorhandene Bestände zu beseitigen. Auch im Landkreis Sonneberg laufen seit 2012 Maßnahmen zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus. Hier werden im Auftrag des Landratsamtes von der ABS Neuhaus GmbH mittlerweile 20 Standorte bearbeitet. Da die Pflanze ein starkes Ausbreitungspotenzial besitzt, können leicht auch neue Standorte besiedelt werden. Vorkommen des Riesenbärenklaus sollten daher dem Umweltamt des Landratsamtes gemeldet werden, da es sich um einen bis dahin unbekannten Standort handeln kann.

 

Ein besonderes Problem besteht im Bereich der Steinach bei Heubisch bis Mupperg und weiter bis zur Thüringisch-Bayerischen Landesgrenze. Da dieser Bereich in einem Gutachten im Auftrag des damaligen Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) als ein Gebiet mit erhöhtem Minenrestrisiko eingestuft wird, ist dort bereits seit dem Jahr 2012 ein Tätigwerden der Verwaltung nicht möglich, so dass in diesem Gebiet auch keine Maßnahmen zur Bekämpfung stattfinden. Lediglich an einigen Stellen, die sich noch außerhalb des Minenrestrisikogebietes befinden, wurden Maßnahmen durchgeführt um der weiteren Ausbreitung in die Umgebung entgegenzuwirken. Die Problematik ist dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz bekannt. Dort ist beabsichtigt, einen Kabinettsbeschluss herbeizuführen und damit auch Maßnahmen gegen den Riesenbärenklau im Minenrestrisikogebiet zu ermöglichen.

 

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