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Beirat unterstützt beim Bildungsmanagement

Über die Europäische Metropolregion Nürnberg und die Transferagentur Bayern ist der Landkreis Sonneberg Teil des Bundesprojekts „Bildung integriert“. Ein am 9. März konstituierter Beirat unterstützt ab sofort das Projektteam bei der Analyse und Weiterentwicklung der hiesigen Bildungslandschaft.

Seit April 2016 ist der Landkreis Sonneberg dank der Unterstützung der Europäischen Metropolregion Nürnberg Teil des Bundesprojekts „Bildung integriert“. In Bildungsfragen wird der Landkreis seitdem durch die Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement unterstützt. Im Projektzeitraum von 2016 bis Ende März 2019 fließen rund 320.000 Euro in den Landkreis. Das Regionalbüro Nord der Transferagentur Bayern berät den Landkreis Sonneberg bei der optimierten strategischen Steuerung der lokalen Bildungslandschaft. Wichtige Teilgebiete der Unterstützungsleistung sind dabei das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring. Mit der Umsetzung beauftragt ist ein dreiköpfiges Projektteam aus dem Schulverwaltungsamt des Landkreises bestehend aus Manuela Müller, Matthias Burdel und Jeanette Reuter.

 

Beirat trägt ganzheitlichem Gestaltungsanspruch Rechnung

Mit der Gründung eines Beirats im Landratsamt Sonneberg wurde am 9. März innerhalb des Projekts „Bildung integriert“ ein weiterer Meilenstein gesetzt. Das Gremium soll zweimal im Jahr tagen und das Projektteam zu bildungsrelevanten Themen beraten und unterstützen. Seine Mitglieder kommen aus der Kommunalpolitik und von Behörden, aus der Bildung, aus dem Ehrenamt sowie aus dem Handwerk und der Wirtschaft. „Dieser Mix ist bewusst gewollt, denn die Weiterentwicklung der hiesigen Bildungslandschaft muss einem ganzheitlichen Ansatz folgen. Die Mitglieder werden mit ihrem Sachverstand wertvolle Impulse von außen geben und dafür sorgen, dass wir im Projekt keine Sprechblasen erzeugen, sondern Ergebnisse“, betonte Landrätin Christine Zitzmann und dankte den Beiratsmitgliedern bereits vorab für ihr Engagement. Hinzu kommt eine Lenkungsgruppe, die sich punktuell ebenfalls innerhalb des Projekts einbringt.

 

Drei Schwerpunktfelder

Als Schwerpunktaufgaben hat man gemeinsam die drei Bereiche des Übergangs von Schule zu Beruf, des Übergangs von Beruf zur Nacherwerbsphase und die Bildungsangebote für Zugewanderte definiert. Erste Ideen zur Problemlösung hat man ebenfalls entwickelt. So will man zum Beispiel einen Praktikumsleitfaden in elektronischer Form erarbeiten, der jungen Leuten einen Karriereeinstieg in der Region erleichtert. Über die Volkshochschule will man zudem ein Programm „Alt lehrt Jung – Jung zeigt Alt“ kreieren. Und über einen Fragebogen erhebt man derzeit den Bildungsstand der gut 1.800 Menschen mit Migrationshintergrund, um eine Basis für entsprechende Bildungsentscheidungen vorzuhalten.

 

Bildungslandschaft bedarfsgerecht verbessern

Im Zentrum von „Bildung integriert“ steht übergeordnet die Erarbeitung verlässlicher Bildungsdaten, um künftige Planungen des Landkreises Sonneberg zu unterschützen. Ein eigenes Bildungsmanagement und der wertvolle Wissenstransfer helfen dem Landkreis Sonneberg als alleinigem Schulträger, Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken, das lebenslange Lernen und den Übergang in die Arbeitswelt zu fördern, Bildungsgerechtigkeit zu erreichen und dem Bedarf an Fachkräften besser gerecht zu werden. Die Teilnahme am Projekt erfolgt nicht zuletzt im Einklang mit der Beschlussfassung des Kreistages Sonneberg zur Fortschreibung der Schulnetzplanung vom Januar 2016, wo ein Monitoring der Einzelmaßnahmen beschlossen wurde. Auch die Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte ist eine große Herausforderung für die örtliche Bildungsplanung, bei der das Projekt behilflich sein soll.

 

Vernetzung mit Bayerischen Kommunen

„Bildung integriert“ fördert nicht zuletzt den Austausch mit nordbayerischen Kommunen und trägt dazu bei, administrativ bedingte Barrieren in unserem länderübergreifenden Bildungs- und Wirtschaftsraum abzumildern und die im Thüringer Landesentwicklungsplan verankerte Funktion als Brückenbauer zum Freistaat Bayern noch besser zu erfüllen.

 

Landkreis fördert „MINT“-Unterricht

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Förderung des Unterrichts im „MINT“-Bereich, das heißt in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Hierzu wird derzeit an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg (SBBS) ein sogenanntes „FabLab“  eingerichtet – sprich eine offene Werkstatt, in denen Privatpersonen, Schulklassen und Jugendgruppen mit modernen Produktionsmitteln und -verfahren arbeiten können.

 

Festgeschrieben wurde all dies in einer Zielvereinbarung, die der Landkreis im September 2016 mit der Transferagentur Bayern geschlossen hat. Spätestens mit der Eröffnung des „FabLab“ an der SBBS setzt der Landkreis Sonneberg über „Bildung integriert“ in den kommenden Wochen ein weiteres Achtungszeichen für den Wirtschafts- und Bildungsraum.

 

Die Projektgruppe „Bildung integriert“:

Manuela Müller, Matthias Burdel, Jeanette Reuter

 

Die Mitglieder des Beirats „Bildung integriert“:

  • Astrid Nerlich (Jugendhilfeausschuss des Kreistages Sonneberg)
  • Björn Greiner (Bildungsausschuss des Kreistages Sonneberg)
  • Rotraut Garg  (Bildungsausschuss des Kreistages Sonneberg)
  • Dr. Manfred Franke (Gesundheitsausschuss des Kreistages Sonneberg)
  • Jürgen Köpper (Städte- und Gemeindebund)
  • Christian Dressel (Stadt Sonneberg)
  • Jürgen Prüfer (Behindertenbeauftragter)
  • Andreas Barnikol (Polizeiinspektion Sonneberg)
  • Prof. Dr. Jutta Michel (Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg)
  • Yvonne Fehn (SAZ)
  • Heidi Leistner (IHK Sonneberg)
  • Sabine Schindhelm (Handwerkskammer Sonneberg)
  • Angelika Knötig (Bundesagentur für Arbeit Suhl)
  • Andreas Karl (Jobcenter)
  • Michael Kaufmann (Staatliches Schulamt Südthüringen)
  • Martin Schulz (Schulverwaltungsamt des Landratsamtes)
  • Stefan Müller (Jugend- und Sozialamt des Landratsamtes)
  • Ellen Landgraf (Amt für Migration des Landratsamtes)
  • Uwe Scheler (Kreisentwicklung des Landratsamtes)

 

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe „Bildung integriert“:

  • Rotraut Garg  (Bildungsausschuss des Kreistages Sonneberg)
  • Jürgen Köpper (Städte- und Gemeindebund)
  • Yvonne Fehn (SAZ)
  • Andreas Karl (Jobcenter)
  • Karola Peterhänsel (SBBS Sonneberg)
  • Marco Kuhnt (Wirtschaftsförderer Stadt Sonneberg)
  • Martin Schulz (Schulverwaltungsamt des Landratsamtes)

 

Über „Bildung integriert“ und die Transferagentur Bayern Nord:
Das auf drei Jahre angelegte Bundesprogramm hat ein Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro und wird aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Deutschlandweit unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit diesem Programm 92 Kommunen – darunter den Landkreis Sonneberg als Mitglied der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Die Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement, Regionalbüro Nord der Europäischen Metropolregion Nürnberg, unterstützt über 30 nordbayerische Kommunen dabei, die Bildungslandschaft vor Ort zu optimieren und stärkt die kommunalen Netzwerke im Bereich Bildung. Neben dem Landkreis Sonneberg haben weitere Kommunen aus der Europäischen Metropolregion Nürnberg Zielvereinbarungen abgeschlossen, in denen die bildungspolitischen Ziele der Kommune formuliert sind und die entsprechenden Unterstützungsleistungen der Transferagentur vereinbart werden. Mehr unter www.transferagentur-bayern.de.

 

Über die Metropolregion Nürnberg:
Die Metropolregion Nürnberg, das sind 23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte – vom thüringischen Landkreis Sonneberg im Norden bis zum Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Süden, vom Landkreis Kitzingen im Westen bis zum Landkreis Tirschenreuth im Osten. 3,5 Millionen Einwohner erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von 115 Milliarden Euro jährlich – das entspricht in etwa der Wirtschaftskraft von Ungarn. Eine große Stärke der Metropolregion Nürnberg ist ihre polyzentrale Struktur: Rund um die dicht besiedelte Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach spannt sich ein enges Netz weiterer Zentren und starker Landkreise. Die Region bietet deshalb alle Möglichkeiten einer Metropole – jedoch ohne die negativen Effekte einer Megacity. Bezahlbarer Wohnraum, funktionierende Verkehrsinfrastruktur und eine niedrige Kriminalitätsrate macht die Metropolregion Nürnberg für Fachkräfte und deren Familien äußerst attraktiv. Mehr unter www.metropolregion.nuernberg.de

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