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Ausstellung „Hoffnungsbilder“ im Landratsamt eröffnet

Die in einem Kurs in der Kreisdiakoniestelle gemalten Bilder von Flüchtlingsfrauen werden bis Ende Oktober in der Kreisbehörde präsentiert.

Rund 1.000 Menschen suchten in den Jahren 2015 und 2016 Zuflucht im Landkreis Sonneberg vor Hunger, Krieg oder Verfolgung. Ohne die Unterstützung von engagierten Mitmenschen im Haupt- und Ehrenamt wären das Bewältigen der Flüchtlingskrise sowie die Integration der Schutzsuchenden nicht möglich.

 

Eine der vielen Initiativen in unserem Heimatlandkreis war hierbei ein künstlerischer Frauentreff der Evangelischen Flüchtlingshilfe in der Kreisdiakoniestelle Sonneberg. Hier kamen einmal im Monat unter Leitung der Siegmundsburger Kunstpädagogin Traudel Deneberger Frauen mit Migrationshintergrund zusammen. Die Frauen sind alle unterschiedlichen Alters und stammen aus Syrien, Afghanistan, Serbien, Albanien und Somalia. Das gemeinsame Malen bot den von der Flucht traumatisierten Frauen eine willkommene Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Hierbei entfaltete sich auch ein gutes Stück therapeutische Wirkung.

 

Die innerhalb des künstlerischen Frauentreffs entstandenen Bilder erzählen von diesem Kapitel gelebter Menschlichkeit. Weil diese Initiative öffentliche Beachtung verdient, werden die entstandenen Bilder derzeit im Rahmen der Ausstellung „Hoffnungsbilder“ im Landratsamt Sonneberg präsentiert.

 

Landrätin Christine Zitzmann konnte zur Ausstellungseröffnung am 14. September zahlreiche Persönlichkeiten des Landkreises begrüßen, darunter den Landtagsabgeordneten Henry Worm, zahlreiche Kreistagsmitglieder, die Siegmundsburger Ortsteilbürgermeisterin Sigrun Greiner sowie den Superintendenten Wolfgang Krauß. Die Landrätin nutzte die Gelegenheit, um den vielen Flüchtlingshelfern der Region für ihre Unterstützung zu danken und fasste das Projekt wie folgt zusammen: „Für die einen mögen es `nur` ein gutes Dutzend bunte Bilder sein. Für die betroffenen Frauen aber ist es weit mehr als das. Es sind eigens geschaffene Werke, die ihnen ein klein wenig Stolz zurückgaben und bei denen der Weg das Ziel war. Denn auf diesem Weg haben sie nach den traumatischen Ereignissen der Flucht wieder Stunden der Lebensfreude, Geselligkeit und des Selbstwerts erleben können. Mein herzlichster Dank und mein großes Kompliment gelten deshalb den Frauen, die hinter dieser Ausstellung stehen!“

 

Wie Franziska Schneider und Sylvia Möller von der Evangelischen Flüchtlingshilfe Sonneberg danach berichteten, sollte der Treff eine Plattform für Frauen bieten, sich in einem geschützten Rahmen ohne Männer interkulturell auszutauschen und „einfach mal Frau zu sein“. Im Nachgang stellten die beiden Sozialarbeiterinnen die anwesenden Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder vor. Die meisten von ihnen sprechen schon recht gut Deutsch und berichteten gerne, dass ihre Männer bzw. Väter zum überwiegenden Teil auf der Arbeit seien. Zum Abschluss schilderte die Kursleiterin Traudel Deneberger ihre rundum positiven Erfahrungen zum Projekt. „Ich habe kein bestimmtes Motiv vorgegeben“, erläuterte sie. „Wir begannen einfach mit Farbe, und aus der Farbwahrnehmung heraus entwickelte sich dann das Motiv. Durch den Fluss der Farbe – die ja etwas mit dem Künstler macht – wurde bei den Frauen die Psyche positiv beeinflusst.“

 

Musikalische Begleitung der Eröffnung boten das zehnjährige Flüchtlingsmädchen Iris, die ehemalige Leiterin der Kreisdiakoniestelle Konstanze Bauersachs und „Escola Popular“, die Musikgruppe der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Letztere begeisterten die vielen Gäste mit brasilianischen Klängen.

 

Die Ausstellung „Hoffnungsbilder“ ist bis Ende Oktober 2017 während der behördlichen Öffnungszeiten im Foyer der vierten Obergeschosses des Landratsamtes zu sehen.

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