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Einzelprojekte 2014

 

Projekt

Träger

1. PLUS - Perspektiven, Lebenswelten junger Migranten Und interkulturelle Sensibilisierung

AWO Kreisverband Sonneberg e.V. - Jugendmigrationsdienst

Ziele:
* Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Belange der Migranten in unserem Landkreis (Lebenssituation von Migranten, vor allem über Jugendliche mit Migrationshintergrund)
* Förderung von Chancengleichheit und Zukunftsperspektiven der Zielgruppe und interkulturellen Begegnungen
* Abbau von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft in der aufnehmenden Gesellschaft
* Lobbyarbeit auch in politischer Hinsicht für die Zielgruppe der Migranten
* Kooperationsprojekte ausbauen und neue Kooperationspartner finden, Ausbau der Kooperationen an Schulen um eine Nachhaltigkeit in der weiteren Arbeit zu erreichen
* Ehrenamtsarbeit in der Arbeit mit Migranten fördern
* Partizipation der Migranten ermöglichen und unterstützen
* Kennenlernen  der Vielfalt kultureller, ethnischer und religiöser Überzeugungen und Lebensformen, Auseinandersetzung zu den Themen Gewalt und Rassismus
Inhalte: MultiplikatorInnenschulungen für Schulsozialarbeiter / Netzwerkpartner des Netzwerkes Mutlicooltour, Workshops für junge Migranten in Vorbereitung auf die Führungen durch die Ausstellung, kulturelle Acts und Interkulturelles Buffet zur Eröffnung, tägliche Führungen durch die Ausstellung hauptsächlich für Schulklassen und deren Lehrer, Begleitung durch Mitarbeiter des Jugendmigrationsdienstes und junge Migranten, Lesung mit der Schriftstellerin Lena Gorelik (Buch "Sie können aber gut deutsch") am 27.11.2014, 18:00 Uhr in der Wolke 14, Projekt "instant acts" - Durchführung von Workshops gegen Gewalt und Rassismus an einer Regelschule des Landkreises (geplant im November)

2. Notfall-Aktionsfond

Evangelischer Kirchenkreis Sonneberg

Das Projekt soll es in 2014 ermöglichen, verschiedene Aktionen zu unterstützen. Dazu gehören einerseits kurzfristige Kundgebungen oder Demonstrationen aber auch Kleinst- und Miniprojekte. Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung von bereits vorhandenen Materialien (Banner/ Plakate, Aufsteller, Ansteckern,  Megafon, usw.) und Räumlichkeiten zum schnellen Eingreifen bei rechtsextremen Erscheinungen (Demonstrationen, Abhalten von Versammlungen, ...).  Eine breite Öffentlichkeit soll die Möglichkeit haben, mit diesen Publikationen aufmerksam zu machen, dass solche Erscheinungen im Landkreis nicht gewollt sind und nicht anerkannt werden.

3. Kulinarische Vielfalt durch Toleranz erleben

Diakonie (Kreisdiakoniestelle)

* gegenseitiges Kennenlernen junger Flüchtlinge, in wöchentlichen Treffen mit sozialschwachen Familien des Familientreffs `Sonnenstrahl` und Konfirmanden der Kirchengemeinde Sonneberg              
* Förderung des Respekts der jeweils anderen Kultur und des interreligiösen Dialogs
* Vermittlung von Wissen über gesunde, vollw. Ernährung/ Lebensweise und über die jeweilige (Ess-)Kultur der Teilnehmer
* Wissensvermittlung zum Thema "Gesunde Lebensweise bei Berufsstart und Schule"
* Erschließung des Sozialraums der neuen Flüchtlinge, sozialschwachen Familien und den neuen Konfirmanden
* Einblicke in die Arbeit sozialer Einrichtungen (Kreisdiakoniestelle, Sonneberger Tafel) für die neuen Konfirmanden und sozialschwachen Familien, in Handlungsgeschehen der evang. Kirche für Flüchtlinge und sozialschwache Familien
* Ernährungserziehung im Hinblick auf sozial-ökologische Standards

4. "Toleranz mit Respekt - was allen schmeckt"

Förderverein RS Köppelsdorf

In einer wöchentlichen AG  schulisch, sowie außerschulisch oder als Projektwoche im Speisesaal der RS Köppelsdorf wird ausländischen u. deutschen Kinder  die Möglichkeite gegeben an Folgendem teilzunehmen: 
- Gemeinsames praktisches Erarbeiten von Fähigkeiten unter Beachtung des Respekts und des sozialen Miteinanders
- Bekanntmachen mit den unverzichtbaren ökologischen Standards über Anbau der Produkte    - Heranführen der Kinder u. Jugdl. an das Thema: "Gesunde vollwertige Ernährung" 
- Kennenlernen verschiedener Kulturen durch gemeinsames Zubereiten und Verköstigen  vollwertiger Gerichte, dabei Kennenlernen verschiedener Esskulturen.
- Vermitteln durch Erleben: "Früh übt sich, wer ein Meister werden will."
- Durchführung einzelner Aktionen zu Veranstaltungen der Schule (Schulfest, Weihnachtsfest u. Tag der offenen Tür)
- Einbeziehung der Eltern zu gelerntem Wissen der Kinder (eigenständiges zubereiten von Speisen durch die Kinder und anschließende Verkostung) 
erwartete Wirkung (Nachhaltigkeit):
- Schaffen von Möglichkeiten zu einer ersten Berufsorientierung im HoGa-Bereich, Gartenbau, Lebensmittelproduktion u. ä.  durch Heranführen a. das o. g. Thema
- Sensibilisieren der TN für eine gesunde Lebensweise
- Erwecken der Freude beim Zubereiten und Genießen der (gesundheitsfördernden, dem ökologischen Standard entsprechenden) wohlschmeckenden Speisen
- Schaffung der Erkenntnis: Ernährungsbedingte Krankheiten sind durch eine vollwertige gesunde Ernährung vermeidbar.

5. Projekttage zur gewaltfreien Kommunikation

Evangelischer Kirchenkreis Sonneberg

Die Projekttage zur gewaltfreien Kommunikation dauern jeweils 18 -20 Stunden und finden an interessierten Schulen an Projekttagen oder an unterrichtsfreien Nachmittagen als Workshopangebote mit folgenden Zielen statt:
1. Ziel: Den Kindern soll bewusst werden, dass wir zwei verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten haben: 1. als Giraffe ( = Sprache der Aufwertung, Kooperation und Freiwilligkeit) oder 2. als Wolf (=Sieg-Niederlage-Denken). Die Kinder sollen sich in sich selbst und andere einfühlen und lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.
2. Ziel: Den Kindern soll bewusst werden, dass wir alle Bedürfnisse haben, die wir erfüllt haben möchten. Unsere Gefühle und Bedürfnisse stehen dabei in einem engen Zusammenhang.
3. Ziel: Die Kinder werden mit der Giraffensprache vertraut gemacht. Als "Giraffe" geht es nicht darum nachzugeben, sondern den anderen gut zu zu hören und zu sagen, was uns wichtig ist.
4. Ziel: Die Kinder sollen eine Verbindung herstellen zwischen ihrer Wut/ ihrem Ärger und ihren nicht erfüllten Bedürfnissen. Wir machen uns bewusst, dass wir auch etwas für unser eigenes Leben tun, wenn wir etwas tun, um das Leben anderer zu verschönern.

6. "Lernen aus der Geschichte - Theater macht Schule"

Förderverein Staatliches Gymnasium Sonneberg e.V.

Ziel ist es mit zwei Theaterstücken Jugendlichen die Thematiken NS-Zeit,  Zivilcourage und Demokratie näher zu bringen und erlebbar zu machen. Die Theatermacher "Theaterspiel - weil's Leben live am besten ist" haben dafür 2 Theaterstücke in ihrem Repertoire. Diese beziehen sich auf verschiedene Zielgruppen:
* 07.04.2014:ÜBERdasLEBEN oder mein Geburtstag mit dem Führer zum Thema Jugendwiderstand und NS-Zeit (ab 11 Jahren, 7. Klasse)
* 08.04.2014: Hin&Weg.sehen für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt (ab 15 Jahren, 9. Klasse).

7. Demokratie inklusiv erleben

Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V.

Im Rahmen des Projekts sollen 7 Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit Politikern aus dem demokratischen Spektrum organisiert werden, die sich sowohl an Eltern und Personen des Bildungs- und Erziehungsbereiches, als auch speziell an Menschen mit körperlichen und / oder psychischen Beeinträchtigungen richten. Neben inklusiven Themen soll insbesondere das demokratische Verständnis der Zielgruppe durch zielgruppengerechte Vermittlung aktueller politischer Themen in der Region im Vordergrund stehen. Ziel ist es insbesondere auch, die Verknüpfung der Alltagsprobleme der Zielgruppe mit der Arbeit demokratisch gewählter Mandatsträger aufzuzeigen und im Umkehrschluss die Sensibilisierung der Mandatsträger für die Themen zu verdeutlichen.

8. www.vip-son.de

Sonneberger Ausbildungszentrum

Kein Schulabschluss, Perspektivlosigkeit und daraus resultierende Langeweile ist bei Jugendlichen im Landkreis Sonneberg keine Seltenheit. Diese Situation jedoch bietet Rechtsextremen den Nährboden, um ihre Ideologien an den Mann/an die Frau zu bringen.
Deshalb wurde bereits im letzten Jahr die Internetplattform www.vip-son.de gestaltet und frei geschalten. Hauptziel dieser Plattform ist es, ein Netzwerk in Form eines generations-übergreifenden Forums zur Zukunftsgestaltung zu entwickeln. Dabei soll eine breitgefächerte Netzwerkstruktur für demokratische Teilhabe enstehen.
Teilziele sind also:
* Rechtsextremismusprävention
* die Aufklärung über vorhandene Hilfs- und Freizeitangebote landkreisspezifisch aber auch überregional (z.B. Projekte über TF-KS)
* schnelle und unkomplizierte Hilfestellung bei akuten Problemen
* Verknüpfung von lokalen Akteuren und Zivilgesellschaft (z.B. über die Netzwerkliste)
* Verankerung der wichtigsten Kontakte (auch über das Ende des Projektes hinaus) sowie die
* Schaffung von Diskussionsforen.                                                                                                                                           Die Ausgestaltung der Internetplattform ist noch nicht abgeschlossen. Ständig ergeben sich neue Informationen und Gegebenheiten, die eingepflegt werden müssen.

9. Klappe auf gegen Rechts

Deutsche Soccer Liga e.V.

Das Projekt fördert eine kritische Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung. Teilnehmer_innen können (eigene) Ausgrenzungserfahrungen formulieren und erarbeiten sich angeleitet Handlungsperspektiven und Orientierungshilfen, die sie im Umgang mit "Schieflagen" stärken. Die eigenständige Planung und Umsetzung des Trickfilms fördert die Medienkompetenz der Teilnehmer_innen. Die Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmer_innen und ihr Rollenverständnis in Gruppen wird indirekt durch die methodische Projektkonzeption unterstützt. Durch die neuartige, offene und aktive Projektkonzeption gelingt es, die Erlebnisse und Erkenntnisse in direkte Bezugsgruppen zu transferieren (u.a. Familie, Freunde, Sportverein, Schule), was durch die Visualisierung des eigens realisierten Trickfilms auf DVD unterstützt wird.

10. 2. Weltkrieg - Flucht - Vertreibung - Integration

Bund der Vertriebenen - Kreisverband Sonneberg/Neuhaus Rwg. e.V.

Leider schrumpft die Generation derer, die aus eigener Erfahrung berichten können. Angesichts dieser Folge der fortschreitenden Zeit hat es sich der Bund der Vertriebenen als Aufgabe gestellt, ihre Erinnerungen und Erfahrungen an Flucht und Vertreibung für die zukünftigen Generationen greifbar zu machen. Dies soll im Rahmen von Projekttagen mit Hilfe von Zeitzeugenbefragungen in den Klassen 9. und 10. der Schulen im  Landkreis erfolgen. Die Schüler sollen die Möglichkeit bekommen gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. In Absprache mit den Schulen und den betreuenden Stellen sollen auch Flüchtlinge und Migranten der heutigen Zeit zu den Gesprächsrunden eingeladen werden. Innerhalb der Projektarbeit sollen Artikel, Briefe, usw. erstellt werden, die dann Teil einer Abschlussausstellung sein sollen. Die Ausarbeitungen werden auch, mit Einverständnis der Schüler, Teil eines Schülerwettbewerbs sein.

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